Hier meine Eindrücke, warum das für mich persönlich nicht unbedingt ein Mehrgewinn ist.
Update 2023-03-26:
Nun, ich nahm mir genau diesen Cluster in dieser Zusammenstellung wieder vor, nur mit aktuellem System. NFS-Freigabe mittels Einbindung als Volume hat mich ganz schön Nerven gekostet. Ein weiterer Raspi mit einer 1TB SSD als NFS4-Freigabe funktionierte nur sporadisch. Fast so, als würde es Tagesabhängig sein, ob es passt oder nicht. Erst die NFS-Freigabe meines Unraid-Servers brachte dann nach ca. 4 Tagen unerbittlichen Kampfes mit der RaspberryPi- Materie die notwendige Bereitschaft mit, zu funktionieren. Dann kommt hinzu, dass einige Docker nicht ohne Weiteres auf einem Cluster, speziell mit NFS-Freigaben, funktionieren wollen. Die Umwege die ich da mitunter gehen muss, damit es funktioniert, sind es mir eigentlich nicht Wert. Unterm Strich ist meine Meinung dazu –> Cluster mit Raspi’s – – Man kann es tun, man muss es aber nicht…
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Alter Eintrag:
Vorwort: Die vorgestellten Sachen in meiner kleinen Guidreihe wurden mit 2x Raspberry Pi 3B+ und 2x Raspberry Pi 3 durchgeführt. Man merkt deutlich die Limitierung, die von den Raspis ausgeht, jedenfalls, wenn man schon einmal mit einem dicken Server gespielt hat. Es fühlt sich alles etwas „zäh“ an, trotz Cluster und Swarm-Modus. Ich merke die Unterschiede deutlich, da ich das gleiche Szenario auch auf 4 Virtuellen Maschinen (jeweils Ubuntu-Server, 2GB Ram, 32GB System und Direkt-Freigabe zum Hauptserver, auf dem sich die VM’s befinden) nachbaute und dort ebenfalls testete. Zur Info: Wer keinen Vergleich hat, wird auch mit dem Raspi-Cluster zufrieden sein.
Die letzten 2 Wochen, in denen ich mich intensiv mit Cluster Swarm befasste und eine kleine Raspi-Farm dazu animierte, im Swarm zu arbeiten, machten definitiv Spaß. Allerdings hätte ich vielleicht einige Grundsachen beachten sollen, da meine Raspberry 3, schon des Öfteren, an ihre Grenze kamen. Kühlkörper und Lüfter sollten unbedingt verwendet werden. Des Weiteren machen die RaspberryPi 4 mit mind. 2GB Ram (4 oder 8 natürlich besser), mehr Sinn. Eine kleine Farm mit 4 RaspberryPi 4 und alle mit dicken Kühlkörpern und Lüfter aufgesetzt, alle mit einer kleinen SSD, statt SD-Card, als Systemplatte, bringen dann schon den nötigen Dampf für das Cluster Swarm System. Aber auch mit diesen Veränderungen hätte ich auf Dauer auf das falsche Pferd gesetzt. Warum? Ich habe derzeit einen Server, mit einem Ryzen 3400G (4Core/8Threads), 16TB verfügbaren Speicherplatz und 64GB Ram am Werkeln. Und diese Leistung überbieten die Raspis nicht. Auch nicht im Cluster Swarm Modus. Ich verwende zur Zeit 34 aktive Docker, die im permanenten Einsatz sind 🙂 .
Wer allerdings ein paar Raspis liegen hat und etwas Bastellaune verspürt, kann/sollte sich die Cluster-Variante durchaus anschauen und evtl. selbst bauen. Als Serverersatz im Heimbereich, je nach Anwendungsgebiet, ist das schon eine, wenn auch kleine, Alternative, falls man sich die Kosten für einen Server sparen möchte. Allerdings gibt es noch mehr Sachen, die man in Erwägung ziehen sollte, die den Einen oder Anderen vielleicht zu etwas Abstand anhalten. Wie erstelle ich Backups? Wie update ich die Docker im Swarm? Wieviel Aufwand fällt an, wenn eine SD-Card eines Nodes ausfällt? Wieviel Aufwand wird anfallen, falls im Cluster der Blitz einschlägt?
Das Thema Backup und Updates habe ich bewusst ignoriert, weil für mich schon vorher feststand, dass ich das System nur für Testzwecke einsetze. Ich habe jedenfalls, für meinen Teil, wieder viele Erkenntnisse hinzugewinnen können.
Das nächste, größere Projekt, welches ich, wahrscheinlich in den Wintermonaten, umsetzen werde, wird wohl Kubernetes sein (ich kam bis jetzt – 2023- nicht dazu). Da lese ich mich schon seit einigen Wochen, nebenher, ein. Doch dazu brauche ich einen klaren Kopf. Das ist alles Andere als einfach, besonders, wenn man nebenbei die Guides, die auch Anfänger halben Wegs beherrschen sollen, geschrieben werden. Hier sind viele Informationen im Vorfeld nötig, die ich zusammentragen muss. Es kann durchaus sein, dass dieses Projekt das Jahr 2022 ausfüllt 🙂 . Immerhin ist das meine Freizeit, die ich investiere.